Kleidertausch im April

Kommen Sie zur 3. Fairen Kleidertauschbörse in das Historische Rathaus Linz am Rhein, bringen Sie Kleidung mit und suchen Sie sich etwas Schönes aus. Sie werden sicherlich etwas für Ihren Geschmack finden. Bei Cocktails und Finger Food ist dann Zeit für nette, informative Gespräche.

 

Zwischen 11.00 bis 15.00 Uhr kann frau bis zu 10 Teile Frühjahrsmode, Accessoires, Taschen, Modeschmuck (keine Schuhe) tauschen. Alle für den Tausch mitgebrachten Teile werden bei der Annahme geprüft. Wer nichts zum Tauschen mitbringt, kann ein Lieblingsteil gegen eine Spende von € 7,50/Stück mitnehmen. Kleidungsstücke, die nach Ende der Aktion nicht abgeholt wurden, werden vom Veranstalter der Caritas-Kleiderkammer Bad Hönningen gespendet. 

Kleidung und Accessoires können bereits am Tag vorher, 27. März 2020, von 16.00 bis 18.00 im Rathaus abgeben werden sowie am Tag selbst. Das Team Eine-Welt Linz e.V. freut sich über regen Austausch.

 

Hier noch weiterführende Links, die für Sie vielleicht von Interesse sind:

* Einkaufsführer der Stadt Bonn https://femnet-ev.de/images/downloads/publikationen/Broschuere-Fair-Fair-Fair-Bonn-2013.pdf

 

https://www.17ziele.de/ziele/12.html

https://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/17_ziele/ziel_012_konsum/index.html        

https://dgvn.de/veroeffentlichungen/publikation/einzel/die-ziele-fuer-nachhaltige-entwicklung/  

 * https://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/index.html 

 

   Ziel 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Der Faire Handel... 

•bringt durch den Verkauf fair erzeugter Produkte (z. B. im Weltladen Linz am Rhein) bewusste Konsument/-innen und Produzent/-innen zusammen. 

•macht durch Handelspartner vor, wie nachhaltige Wirtschaftspraktiken und Unternehmensverantwortung entlang der Lieferkette funktionieren. 

Zum Beispiel GEPA : „Zu verantwortungsvollen Konsum gehört eine transparente Lieferkette: die GEPA weiß, wer die fairen Rohwaren für Produkte wie Schokolade herstellt und zeigt  dies– angefangen von den Angaben auf den Verpackungen, über Hintergrundinfos auf GEPA Websites bis hin zu Filmen über die transparenten Lieferketten von „Von der Bohne bis zur Tafel fair“. 

Siehe: www.gepa.de/schokofilm“

•setzt sich ein:

  • durch (Lobby- sowie) Öffentlichkeitsarbeit für gerechte Handelspraktiken (z.B. Kurse unseres Bildungsreferenten in der Katholischen Familienbildungsstätte Linz),
  • für Verbesserungen der Spielregeln der globalen Wirtschaft (z.B. Verkauf von fair gehandelten Produkten),
  • für nachhaltigen Konsum (z.B. Kleidertauschbörse),
  • für Unternehmensverantwortung und verantwortungsvolle öko-faire öffentliche Beschaffung (am 07.04.2019 wird Linz am Rhein "Fair-Handels-Stadt")  .

 

Vortrag unseres Bildungsreferenten Karl Hermann Amthauer

                                     

 

 Wer sich wehrt, wird entlassen

Ausstellung über Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie

 

Linz. Am Donnerstag, 13. September, eröffnet Bürgermeister Hans-Günter Fischer um 16 Uhr im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung die vom Verein Eine-Welt Linz e.V. organisierte Ausstellung „Nach St(r)ich und Faden – Die Wahrheit über Modemythen“.

 

Im Anschluss an die Begrüßung gibt die Volkswirtschaftlerin und Umwelt-Ökonomin Teresa Ruckelshauß einen Einblick in die oft mangelhaften und für viele Menschen unwürdigen Produktionsbedingungen der Bekleidungsindustrie in den Ländern des Südens und im Osten. Nach einem kleinen Umtrunk wird Teresa Ruckelshauß die Ausstellungsbesucher durch die Ausstellung führen.

 

Wer sich für die Ausstellung interessiert ist herzlich eingeladen, zur Ausstellungseröffnung zu kommen. Die Ausstellung kann bis zum 21. Oktober während der Öffnungszeiten der Verbandsgemeindeverwaltung besichtigt werden.

 

Todschicke Kleidung – doch zu welchem Preis? Noch nie wurde in der Bekleidungsindustrie so kompromisslos wie zurzeit mit aktuellen Modetrends und ständig wechselndem Sortiment auf den niedrigsten Preis gesetzt. Längst haben sich die Verbraucher*innen daran gewöhnt, alle paar Tage neue Lieferungen in den Geschäften zu finden. Zara z.B. bringt 24 neue Kollektionen pro Jahr in die Läden, H&M zwischen 12 und 16. Und dann gibt es die schnelllebigen Trends außerdem zum Schnäppchenpreis.

 

Seit dem Jahr 2000 hat sich die Bekleidungsproduktion mehr als verdoppelt! Und die Industrie wächst immer weiter. Unsere Kleidung wird zum größten Teil in sogenannten „Billiglohnländern“ hergestellt.

Die Fabrikbetreiber im Globalen Süden und Osten tragen das volle Risiko für Qualität und Lieferfrist. Dies bekommen vor allem die Näher*innen zu spüren. Näher*innen schuften teils in überhitzten Fabriken bis zum Kreislaufkollaps für einen Lohn, der nicht für ein menschenwürdiges Leben reicht. Missbrauch ist an der Tagesordnung, der Arbeitsschutz wird vernachlässigt. Die Näher*innen stehen unter einem extrem hohen Zeit- und Leistungsdruck. Unbezahlte Überstunden gehören zum Alltag. Wer sich wehrt, wird entlassen.

 

Die in der Verbandsgemeindeverwaltung ausgestellten Fotoposter erklären dem Betrachter die Wahrheit über Mode-Mythen. Zum Beispiel, warum der Mindestlohn in den Billiglohnländern zum Leben nicht ausreicht und das teure Kleidung nicht fairer produziert wird als billige Kleidung. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich allein schon deswegen, künftig sorgsamer bei Einkauf von Textilien zu sein.