Kleidertausch im Frühjahr 2022

Nach längerer coronabedingter Pause kann sie nun wieder stattfinden: Die Kleidertauschbörse ausgerichtet vom Weltladen Linz und dem Verein EINE-WELT Linz e.V.. Dabei bringen die Teilnehmerinnen ihre aussortierte Kleidung mit und tauschen sie gegen andere Kleidungsstücke. Mit dieser Aktion wird ein Zeichen gesetzt gegen die Verschwendung in der Modewelt mit ständig neuen Kollektionen, die meist unter schlimmsten Arbeitsbedingungen und ohne Rücksicht auf Umweltschäden hergestellt werden.

Am Samstag, dem 23.04.2022 kann von 11.00 bis 15.00 Uhr im Ratssaal des historischen Rathauses in Linz kostenlos Frühjahrsmode getauscht werden- selbstverständlich unter aktuellen Coronabedingungen. Auch bereits am Freitag, dem 22.04.2022 kann die Kleidung in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr im Historischen Rathaus abgegeben werden.

So funktioniert es: Bis zu 10 verschiedene Teile -gut erhaltene, gewaschene und gebügelte Damenmode (keine Schuhe und keine Wintersachen) sowie Taschen, Modeschmuck und Accessoires können zum Tauschen angeboten werden. Wer nichts zum Tauschen mitbringen kann, hat die Möglichkeit, sein neues "Lieblingsstück" auch gegen eine Spende zu erhalten. Übrig gebliebene Stücke werden an soziale Einrichtungen gespendet.

Damit auch in diesem Jahr die Kleidertauschbörse ein Erfolg wird und weiterhin nachhaltig, ökologisch und ressourcenschonend wirken kann, hofft das Team der Kleidertauschbörse auf zahlreiche Besucherinnen, die in dem durch die mitgebrachten Sachen entstandenen Fundus mit Vergnügen stöbern, anprobieren und aussuchen können.         

Hier noch weiterführende Links, die für Sie vielleicht von Interesse sind:

* Einkaufsführer der Stadt Bonn https://femnet-ev.de/images/downloads/publikationen/Broschuere-Fair-Fair-Fair-Bonn-2013.pdf

 

https://www.17ziele.de/ziele/12.html

https://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/17_ziele/ziel_012_konsum/index.html        

https://dgvn.de/veroeffentlichungen/publikation/einzel/die-ziele-fuer-nachhaltige-entwicklung/  

 * https://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/index.html 

 

   Ziel 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Der Faire Handel... 

•bringt durch den Verkauf fair erzeugter Produkte (z. B. im Weltladen Linz am Rhein) bewusste Konsument/-innen und Produzent/-innen zusammen. 

•macht durch Handelspartner vor, wie nachhaltige Wirtschaftspraktiken und Unternehmensverantwortung entlang der Lieferkette funktionieren. 

Zum Beispiel GEPA : „Zu verantwortungsvollen Konsum gehört eine transparente Lieferkette: die GEPA weiß, wer die fairen Rohwaren für Produkte wie Schokolade herstellt und zeigt  dies– angefangen von den Angaben auf den Verpackungen, über Hintergrundinfos auf GEPA Websites bis hin zu Filmen über die transparenten Lieferketten von „Von der Bohne bis zur Tafel fair“. 

Siehe: www.gepa.de/schokofilm“

•setzt sich ein:

  • durch (Lobby- sowie) Öffentlichkeitsarbeit für gerechte Handelspraktiken (z.B. Kurse unseres Bildungsreferenten in der Katholischen Familienbildungsstätte Linz),
  • für Verbesserungen der Spielregeln der globalen Wirtschaft (z.B. Verkauf von fair gehandelten Produkten),
  • für nachhaltigen Konsum (z.B. Kleidertauschbörse),
  • für Unternehmensverantwortung und verantwortungsvolle öko-faire öffentliche Beschaffung (am 07.04.2019 wird Linz am Rhein "Fair-Handels-Stadt")  .

                                 

Wer sich wehrt, wird entlassen

Ausstellung über Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie

Die vom Verein Eine-Welt Linz e.V. organisierte Ausstellung „Nach St(r)ich und Faden – Die Wahrheit über Modemythen“.

Seit dem Jahr 2000 hat sich die Bekleidungsproduktion mehr als verdoppelt! Und die Industrie wächst immer weiter. Unsere Kleidung wird zum größten Teil in sogenannten „Billiglohnländern“ hergestellt.

Die Fabrikbetreiber im Globalen Süden und Osten tragen das volle Risiko für Qualität und Lieferfrist. Dies bekommen vor allem die Näher*innen zu spüren. Näher*innen schuften teils in überhitzten Fabriken bis zum Kreislaufkollaps für einen Lohn, der nicht für ein menschenwürdiges Leben reicht. Missbrauch ist an der Tagesordnung, der Arbeitsschutz wird vernachlässigt. Die Näher*innen stehen unter einem extrem hohen Zeit- und Leistungsdruck. Unbezahlte Überstunden gehören zum Alltag. Wer sich wehrt, wird entlassen.

Die während der Kleidertauschbörse ausgestellten Fotoposter erklären dem Betrachter die Wahrheit über Mode-Mythen. Zum Beispiel, warum der Mindestlohn in den Billiglohnländern zum Leben nicht ausreicht und das teure Kleidung nicht fairer produziert wird als billige Kleidung.